Alan Arkin

* 26.03.1934 in New York City
† 29.06.2023 in Carlsbad

Angelegt am 01.07.2023
1.121 Besuche

Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Alan Arkin, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Alan Arkin

01.07.2023 um 11:56 Uhr von Redaktion

Alan Wolf Arkin (* 26. März 1934 in New York City, New York; † 29. Juni 2023 in Carlsbad, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Sänger, Regisseur und Kinderbuchautor.

Für seine Rolle als unkonventioneller Großvater Edwin Hoover im Roadmovie Little Miss Sunshine wurde er 2007 mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

Leben und Werk
Noch in seiner Schulzeit schloss sich Arkin der Band The Tarriers an; er wollte als Folksänger Karriere machen. Als die Band 1956 mit einer ersten Version des Banana Boat Song eine Erfolgssingle in den US-amerikanischen Charts hatte, ging er vom College ab, um mit der Band auf Tour zu gehen. Trotz einer erfolgreichen Europa-Tournee verließ Arkin die Band. Ein Freund hatte ihn eingeladen, sich der Chicagoer Theatergruppe Second City anzuschließen.

Anfang der 1960er Jahre zog er nach New York und trat am Broadway auf. Bereits 1963 erhielt er seinen ersten Tony Award als bester Nebendarsteller in der Komödie Enter Laughing. Die von Mike Nichols inszenierte Komödie Luv fand regen Zuspruch und machte den Regisseur Norman Jewison auf ihn aufmerksam. So bekam Arkin 1966 seine erste Rolle in einem Hollywood-Film. In Jewisons Kriegsfarce Die Russen kommen! Die Russen kommen! spielte er einen sowjetischen U-Boot-Offizier; dafür erhielt er jeweils eine Nominierung für den Oscar als bester Hauptdarsteller und für den BAFTA Award als bester Newcomer.

Arkin blieb jedoch dem Theater treu und führte noch im selben Jahr bei einer kurzlebigen Produktion von Hail Scrawdyke! erstmals Regie. 1967 wechselte er wieder zum Film und übernahm in dem Thriller Warte, bis es dunkel ist an der Seite von Audrey Hepburn die Rolle des Bösewichts. In den folgenden Jahren konzentrierte er sich auf seine Filmkarriere. Für seine Darstellung eines Taubstummen in dem Filmdrama Das Herz ist ein einsamer Jäger erhielt er seine zweite Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller. 1970 übernahm er in Mike Nichols Verfilmung des Romans Catch-22 von Joseph Heller die Hauptrolle als Hauptmann Yossarian der US-Luftwaffe. Catch-22 – Der böse Trick machte Alan Arkin weltweit bekannt.

1971 führte er Regie bei der Adaption des Theaterstücks Kleine Morde von Jules Feiffer. Im Jahr darauf veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch unter dem Titel Tony’s Hard Work Day. Mitte der 1970er Jahre kehrte Arkin als Regisseur an den Broadway zurück und übernahm kaum noch Filmrollen. 1981 spielte er die Hauptrolle in dem von seinem Sohn Adam Arkin geschriebenen Fernsehfilm Papa haut auf den Putz. In den 1990er Jahren machte er vor allem durch Auftritte in den Filmen Glengarry Glen Ross, Vier Tage im September und Jakob der Lügner auf sich aufmerksam.

2004 erschien das erste ins Deutsche übersetzte Buch von ihm, Cassie liebt Beethoven. Seine drei anderen Kinderbücher sind bislang nur in der englischen Originalausgabe erhältlich.

2007 wurde Arkin für den Film Little Miss Sunshine mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Eine weitere Nominierung für diesen Preis erhielt er 2013 für den Film Argo. 2019 wurde er mit einem Stern auf dem Walk of Fame verewigt. Gastredner war Steve Carell.

Seine Söhne Adam, Anthony und Matthew sind ebenfalls Schauspieler.

Am 29. Juni 2023 starb Arkin im Alter von 89 Jahren in Kalifornien.

Filmografie (Auswahl)
1963: That s Me (Kurzfilm)
1966: Die Russen kommen! Die Russen kommen! (The Russians Are Coming, the Russians Are Coming)
1967: Siebenmal lockt das Weib (Woman Times Seven)
1967: Warte, bis es dunkel ist (Wait Until Dark)
1968: Inspektor Clouseau (Inspector Clouseau)
1968: Das Herz ist ein einsamer Jäger (The Heart Is a Lonely Hunter)
1969: Popi
1969: People Soup (Kurzfilm)
1970: Catch-22 – Der böse Trick (Catch-22)
1971: Kleine Mörder (Little Murders, auch Regie)
1972: Der Letzte der feurigen Liebhaber (The Last of the Red Hot Lovers)
1974: Der Superschnüffler (Freebie and the Bean)
1975: Ins Herz des wilden Westens (Hearts of the West)
1975: Rafferty und die wilden Mädchen (Rafferty and the Gold Dust Twins)
1976: Kein Koks für Sherlock Holmes (The Seven-per-cent Solution)
1976: Es brennt an allen Ecken (Fire sale)
1977: Die andere Seite der Hölle (The Other Side of Hell)
1979: Der Magier (The magician of Lublin)
1979: Zwei in Teufels Küche (The In-Laws) (& ausführender Produzent)
1980: Simon der Außerirdische (Simon)
1981: Papa haut auf den Putz (Improper Channels)
1981: Crazy Street Life (Chu Chu and the Philly Flash)
1982: Das letzte Einhorn (The Last Unicorn, Sprechrolle)
1983: Return of Captain Invincible oder Wer fürchtet sich vor Amerika? (The Return of Captain Invincible)
1985: Pauline und Joshua – Zum Teufel mit … (Joshua Then and Now)
1985: Die Weißkittel – Dümmer als der Arzt erlaubt (Bad Medicine)
1986: Sterben… und leben lassen (Big Trouble)
1986: Tödliches Geschäft (A Deadly Business)
1987: Flucht aus Sobibor (Escape from Sobibor)
1990: Havanna
1990: Edward mit den Scherenhänden (Edward Scissorhands)
1990: Wild Boys – Der Sommer ihres Lebens (Coup de ville)
1991: Rocketeer (The Rocketeer)
1992: Glengarry Glen Ross
1993: Indian Summer – Eine wilde Woche unter Freunden (Indian Summer)
1993: Cooperstown – Auf den Straßen der Erinnerung (Cooperstown)
1993: Taking the Heat
1993: Liebling, hältst Du mal die Axt? (So I Married an Axe Murderer)
1994: North
1994: Doomsday Gun – Die Waffe des Satans (Doomsday Gun)
1995: Different Minds (Steal Big Steal Little)
1995: Die Jerky Boys (The Jerky Boys)
1996: Schatten der Schuld (Mother Night)
1997: Ein Mann – ein Mord (Grosse Pointe Blank)
1997: Vier Tage im September (O Que E Isso, Companheiro?)
1997: Gattaca
1998: Hauptsache Beverly Hills (Slums of Beverly Hills)
1999: Jakob der Lügner (Jakob the Liar)
2001: America s Sweethearts
2001: Varian s War – Ein vergessener Held (Varian s War)
2003: Pancho Villa – Mexican Outlaw (And Starring Pancho Villa as Himself)
2003: Die Pentagon Papiere (The Pentagon Papers)
2004: Noel
2006: Santa Clause 3 – Eine frostige Bescherung (The Santa Clause 3: The Escape Clause)
2006: Firewall
2006: Little Miss Sunshine
2007: Bee Movie – Das Honigkomplott (Bee Movie, Sprechrolle)
2007: Machtlos (Rendition)
2008: Sunshine Cleaning
2008: Get Smart
2009: Meet the Rizzos (City Island)
2009: Marley und Ich (Marley und Me)
2009: Pippa Lee (The Private Lives of Pippa Lee)
2011: Wie ausgewechselt (The Change-Up)
2011: Die Muppets (The Muppets)
2011: Thin Ice
2012: Argo
2012: Stand Up Guys
2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone)
2013: Zwei vom alten Schlag (Grudge Match)
2014: Million Dollar Arm
2015: Alle Jahre wieder – Weihnachten mit den Coopers (Love the Coopers)
2015–2016: BoJack Horseman (Animationsserie, 4 Folgen, Sprechrolle)
2017: Abgang mit Stil (Going in Style)
2018–2019: The Kominsky Method (Fernsehserie)
2019: Dumbo
2020: Spenser Confidential
2022: Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss (Minions: The Rise of Gru, Sprechrolle)

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Arkin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.